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Pickel nach Absetzen der Pille

Pickel nach Absetzen der Pille

Das vermehrte Aufkommen von Pickeln nach dem Absetzen der Antibabypille ist nicht selten. Viele Frauen berichten, dass sie während der Pilleneinnahme keinerlei Hautprobleme hatten, sich nach dem Absetzen, aber wie ein Teenager in der Pubertät fühlen. Täglich kommen neue Pickel hinzu. Sie können diesen sozusagen beim Wachsen zusehen. Die Stellen fallen dabei sehr unterschiedlich aus.

Am häufigsten betroffen sind das Gesicht, das Dekolleté und der Rücken. Die Ursache liegt in der Hormonumstellung, auf die Frauen mit verschiedenen Symptomen reagieren. Vor allem Personen, die viele Jahre oder gar Jahrzehnte die Pille eingenommen haben, klagen am meisten über fettige, unreine Haut nach dem Absetzen derselben.

Frauen- und Hautarzt helfen

Treten Pickel nach dem Absetzen der Pille auf, kann man dies erst einmal als unbedenklich einstufen. Die Umstellung des Hormonhaushalts benötigt ein wenig Zeit. Oftmals gibt sich die „Störung“ von selbst wieder. Etwa nach ein bis zwei Monatszyklen sollte das der Fall sein. Ist jedoch danach keine Besserung festzustellen oder wird durch die Beschwerden die Lebensqualität beeinträchtigt, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Frauen- oder Hautarzt.

Es kann vorkommen, dass es sich nicht mehr um harmlose Pickel, sondern um Akne handelt. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Pille zu Jugendzeiten verschrieben wurde und gegen Akne zum Einsatz kommt (kam). Vermehrt wurde das Auftreten von Pickeln beispielsweise bei den nachfolgenden Pillensorten festgestellt:

  • Minerva
  • Valette
  • Belara
  • Yasmin

Grundsätzlich kann es aber nach dem Absetzen jeder Pille zu unreiner Haut kommen. Wie lange der Körper für die Hormonumstellung braucht, variiert von Frau zu Frau. Manche haben hinsichtlich einer unreinen Haut keinerlei Probleme, andere kämpfen dagegen über ein Jahr gegen ihre Pickel. Wann der richtige Zeitpunkt für ein Arztgespräch gekommen ist, entscheidet jeder selbst. Im Rahmen desselben sollte unbedingt darauf hingewiesen werden, steht hinter dem Absetzen der Pille ein Kinderwunsch. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes wird der Hautarzt geeignete Cremes oder andere Arzneimittel verschreiben.

Pickel während der Periode sind normal

Während der Regelblutung ist das Auftreten von Pickeln normal. Auch um den Eisprung herum kann die Haut zu Unreinheiten neigen. Schuld an dieser Entwicklung sind die Hormone. Treten Pickel nach dem Absetzen der Pille in jenen Phasen auf und sonst nicht, sind keine medizinischen Maßnahmen erforderlich. „Pickelt“ die Haut jedoch ständig, sollte dagegen nach Ablauf des oben genannten Zeitraums vorgegangen werden. Für eine wirksame Therapie ist das Feststellen der Ursache essentiell, denn nicht immer sind es tatsächlich die Hormone. Um diese als Verursacher auszuschließen oder eben zu entlarven, macht der Frauenarzt einen sogenannten Hormonspiegel. Ist die unreine Haut tatsächlich hormonell bedingt, wird er anschließend geeignete Maßnahmen – eventuell auch durch Hinzuziehung eines Hautarztes – ergreifen. Können Hormone als Verursacher ausgeschlossen werden, ist eine Lebensumstellung hilfreich. Allgemein gilt: Bei Neigung zu unreiner Haut auf Alkohol und Nikotin verzichten! Des Weiteren sollte die Ernährung überprüft und eventuell umgestellt werden. Für eine derartige Veränderung sind Haut- oder Hausärzte, Ernährungsberater und auch die Krankenkassen geeignete Ansprechpartner.

Unreine Haut benötigt Pflege

Unabhängig davon, ob die unreine Haut dem Absetzen der Pille geschuldet ist oder nicht, benötigt sie eine gute Pflege. Eine saubere Haut entzieht Pickeln die Entstehungs- und Lebensgrundlage. So können sie manchmal von vornherein verhindert oder doch zumindest oft abgemildert werden. Für die Pflege unreiner Gesichtshaut werden benötigt:

  • Waschcreme
  • Gesichtswasser
  • milde Gesichtscreme
  • Peeling
  • Maske

Die tägliche Reinigung erfolgt morgens und abends. Die Haut wird mit Wasser und der Waschcreme nass gereinigt. Nach dem Abtrocknen werden mit Hilfe eines Wattepads oder -bauschs sowie des Gesichtswassers die Reste des Reinigungsmittels und andere Rückstände von der Haut entfernt. Danach wird die Creme aufgetragen. Hier kann morgens eine entsprechende Tagespflege und abends eine entsprechende Nachtcreme verwendet werden. Auch Make-up und andere Kosmetika sind mittlerweile für unreine Haut erhältlich. In Apotheken und Drogerien kann man sich zu den geeigneten Produkten beraten lassen. Der Hautarzt ist ebenfalls in der Lage, geeignete Cremes und Kosmetika zu empfehlen oder zu verschreiben. Manche Cremes werden nach Anweisung des Arztes in der Apotheke speziell für die betreffende Person hergestellt.

Porentiefe Reinigung mit Peelings und Masken

Eine Verbesserung des Hautbildes kann weiterhin durch die regelmäßige Verwendung von Peelings und Masken erreicht werden. Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschuppen. Verbleiben jene auf der Haut, verstopfen sie die Poren und begünstigen Entzündungen. Mindestens einmal in der Woche ist ein Gesichtspeeling empfehlenswert, sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Gleiches gilt für Masken, die die Haut porentief reinigen.

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