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Pickel unter der Eichel

Pickel unter der Eichel

Ihr bestes Stück ist für Männer ein überaus sensibles Thema und das vor allem dann, wenn Beeinträchtigungen an diesem auftreten. Pickel unter der Eichel sind eine solche. Werden derartige festgestellt, kommt zu Recht die Frage auf, ob ein Grund zur Sorge besteht. Eine pauschale Antwort in Form von „Ja“ oder „Nein“ ist darauf nicht möglich. Pickel unter der Eichel können verschiedene Ursachen haben und in Abhängigkeit davon, sind sie eine mehr oder weniger ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit.

Pickel am Penis sind oft Hornzipfel

Die am häufigsten auftretende Form von Pickeln am Penis sind Hornzipfel. Sie können auch unter der Eichel vorkommen. Genaugenommen handelt es sich allerdings nicht um Pickel, sondern um Hautveränderungen, die sich unterschiedlich äußern. Hornzipfel befinden sich zumeist am Übergang vom Penisschaft zur Eichel, der sogenannten Kranzfurche. Vom Aussehen gleichen die „Zipfel“ am ehesten Warzen. Weil sie auch weiß oder rötlich gefärbt sein können, werden sie fälschlicherweise oft als Pickel klassifiziert.

Die kleinen Knötchen sind in der Regel reihenförmig angeordnet und können bis zu drei Reihen gleichzeitig bilden. Dabei können sie außerdem vom Eichelrand bis zum Vorhautbändchen reichen. Manchmal sind die Hornzipfel nur als kleine und kaum erkennbare Punkte in geringer Anzahl vorhanden, manchmal können aber auch einige Hundert zusammen auftauchen. Die Pubertät ist der bevorzugte Zeitraum für die Entstehung von Hornzipfeln.

Keine Ansteckungsgefahr gegeben

Von Hornzipfeln geht keine Ansteckungsgefahr aus. Zudem ist eine Entfernung nicht zwangsläufig notwendig. Trotzdem sollten die Pickel unter der Eichel von einem Arzt beurteilt werden. Unbedingt notwendig ist ein Arztbesuch bei Entzündungen, Blutungen, Schwellungen und Empfindsamkeitsstörungen. Die Entfernung der Hornzipfel wird üblicherweise mit einem Laser vorgenommen. Eine andere Behandlungsmethode ist die Elektrokauterisation, bei der die Hornzipfel einzeln und punktuell mit Strom entfernt werden. Beide Methoden gelten als schmerzfrei. Für die Betäubung der betroffenen Stellen wird häufig eine Salbe aufgetragen.

Wird die Entfernung der Hornzipfel ohne medizinische Notwendigkeit gewünscht, trägt der Betroffene die Kosten der Behandlung im Regelfalle selber. Dennoch sollte keinesfalls versucht werden, mit handelsüblichen Anti-Pickel-Mitteln gegen die Hornzipfel vorzugehen. Einerseits ist das aussichtslos, da es sich ja nicht um richtige Pickel handelt, andererseits sind solche Mittel viel zu aggressiv für die empfindliche Schleimhaut im Genitalbereich. Die Haut wird übermäßig gereizt. Im schlimmsten Falle kommt es zu Schäden oder Entzündungen, die mit starken Schmerzen einhergehen können.

Wenn es keine Hornzipfel sind

Für Laien sind die meist harmlosen Hornzipfel kaum von anderen Hautveränderungen zu unterscheiden. Deshalb ist ärztlicher Klärungsbedarf gegeben. Zum Verwechseln ähnlich sehen etwa Dellwarzen aus. Im Gegensatz zu den Hornzipfeln sind Dellwarzen überaus ansteckend. Die Erreger werden durch direkten Hautkontakt, also auch bei Geschlechtsverkehr, übertragen. Bei Erwachsenen siedeln sich die Dellwarzen bevorzugt im Genitalbereich an. Dementsprechend können sie als Pickel unter der Eichel auftreten. Das „pickelartige“ Erscheinungsbild wird dadurch verstärkt, dass die Warzen auf Druck eine an Eiter erinnernde Masse freigeben. Stellenweise entwickeln sich aus den Warzen Entzündungen oder Ekzeme, größtenteils verläuft diese Infektionskrankheit aber gutartig und heilt innerhalb von sechs bis 18 Monaten vollständig aus.

Eine Behandlung ist darum nicht zwangsläufig erforderlich, doch sollten gewisse Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung der Infizierung weiterer Personen getroffen werden. Sollen die Dellwarzen entfernt werden, ist das chirurgisch unter einer örtlichen Betäubung möglich. Des Weiteren kommen Vereisung und Laserbehandlung in Betracht. Entscheidend ist, an welcher Körperstelle sich die Warzen befinden. Eine andere Möglichkeit ist die Behandlung mit 5prozentiger Kalilauge.

Syphilis kann sich durch Pickel unter der Eichel äußern

Wesentlich besorgniserregender ist, dass Pickel unter der Eichel auch ein Zeichen für Syphilis sein können. Diese hauptsächlich sexuell übertragbare Krankheit war einst eine gefürchtete Seuche und galt als Strafe Gottes. Mit der Entdeckung von Antibiotika verlor sie aber ihren Schrecken, trotzdem ist ein schnelles Eingreifen erforderlich. Gesellen sich zu den Pickeln auf der Genitalschleimhaut geschwollene Lymphknoten, kann eine Syphilisinfektion dahinterstecken. Diese befindet sich bei derartigen Symptomen im Anfangsstadium, Schmerzen hat der Betroffene noch keine. Im Krankheitsverlauf werden Haut und Organe immer weiter befallen, bis es schließlich zur Zerstörung des zentralen Nervensystems kommt.

Glücklicherweise lässt sich Syphilis in nahezu allen Krankheitsstadien gut mit Antibiotika, bevorzugt mit Penicillin, bekämpfen. Das Vorliegen einer Syphilisinfektion wird durch einen Antikörpernachweis bestätigt. Anschließend wird der Arzt umgehend Antibiotika verordnen, die für einen Zeitraum von mindestens 10 bis 14 Tagen eingenommen werden. Wurde die Syphilis erst in einem späteren Stadium erkannt, verlängert sich die Einnahmedauer auf 14 bis 21 Tage. Im Anfangsstadium kann eine einmalige Antibiotikagabe ausreichend sein, die entsprechend höher dosiert wird. Liegt eine Penicillin-Allergie vor, wird auf andere Antibiotika wie beispielsweise Tetrazykline zurückgegriffen. Art, Dauer und Anwendung richten sich nach dem Krankheitsstadium und dem Krankheitsbild.

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