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Pickel um den Mund

Pickel um den Mund

Das Gesicht ist bei vielen Menschen die bevorzugte Entstehungszone von Pickeln. Häufig sind Pickel um den Mund und diese haben nichts mit Unsauberkeit zu tun. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird das Gesicht in verschiedene Zonen unterteilt. Die Zone um den Mund wird in direkte Verbindung mit dem Magen gebracht. Und das kommt nicht von ungefähr. Manche reagieren auf ungewohnte Lebensmittel beispielsweise durch Pickel um die Mundregion. Auch Schwankungen im Hormonhaushalt können die Ursache für Pickel um den Mund sein. So berichten zahlreiche Frauen davon, dass sie während des Eisprungs vermehrt mit unreiner Haut und Pickeln in diesem Bereich zu kämpfen haben. Ebenfalls kann es in der Schwangerschaft und hier vor allem im ersten Drittel zu Pickeln um den Mund kommen. Schuld darin sind männliche Hormone, die zu gewissen Zeitpunkten übermäßig produziert werden. Nach dem Absetzen der Antibabypille sind oft die gleichen Symptome zu beobachten.

Wenn die Pickel um den Mund häufiger auftreten

Neben den als harmlos zu bezeichnenden Pickel um den Mund aufgrund von Hormonschwankungen gibt es weiterhin eine Krankheit, die sich unter anderem durch Pickel in der Mundregion äußert. Die Rede ist von der perioralen Dermatitis, auch Mundrose genannt. Diese Hauterkrankung tritt im Gesicht auf und ist relativ weit verbreitet, allerdings ist sie nicht ansteckend. Zumeist sind Frauen zwischen 20 und 40 betroffen, es kann aber auch jeden anderen treffen. Welche Ursachen die Mundrose hat, ist nicht genau bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass sie die Folge einer überpflegten Haut ist. So führt etwa die falsche Anwendung von Cremes mit Kortison zu perioraler Dermatitis. Da früher Stewardessen häufig derartige Hautpflegeprodukte aus den USA mitbrachten, ist die Krankheit auch als Stewardessen-Krankheit bekannt.

Die Mundrose äußert sich durch vorwiegend um den Mund herum auftretende Hautrötungen, die mit kleinen Knötchen oder Bläschen einhergehen. Andere befallene Regionen können die Nase, die Stirn und das Gebiet rund um die Augen sein. Eine Vorstellung beim Hautarzt ist empfehlenswert. In dem Zusammenhang ist es wichtig, dass tatsächlich eine Mundrose diagnostiziert wird. Krankheiten wie Rosazea, Neurodermitis und Akne weisen ähnliche Symptome auf, weshalb eine genaue Abgrenzung erfolgen muss.

Erste Hilfe bei Mundrose: am besten auf alle Kosmetikprodukte verzichten!

Der Arzt wird in der Regel sofort den Verzicht auf alle bisher verwendeten Kosmetikprodukte anraten. Dadurch kann es vorübergehend zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen. In Absprache mit dem Hautarzt erfolgt die Umstellung auf medizinische Produkte, die exakt nach ärztlicher Vorgabe angewendet werden sollten. Geht mit der Mundrose eine die Gesichtshaut betreffende bakterielle Infektion einher, wird zusätzlich eine antibiotisch wirkende Salbe zum Auftragen auf die betroffenen Stellen verschrieben. Eventuell kann auch die orale Einnahme von Antibiotika erforderlich sein. Obgleich sich dies alles besorgniserregend anhört, haben Betroffene gute Chancen, dass die Mundrose nach einigen Wochen ganz ohne Narben wieder verschwunden ist. Dafür ist es aber notwendig, genau den ärztlichen Anweisungen Folge zu leisten.

Doch eine Frage der Hygiene?

Manchmal sind Pickel um den Mund das Resultat einer zu häufigen Berührung der Mundpartie mit den Fingern. Manche Menschen haben die Angewohnheit, beim Nachdenken mit den Fingern über das Kinn zu streichen oder sich beim Sitzen mit dem Kinn auf der Hand aufzustützen. Auch das kann zu Pickeln führen. Hier sollte man einmal seine Gewohnheiten überdenken und bewusst darauf achten, die empfindliche Region nicht zu berühren. Das bringt oft bereits den gewünschten Erfolg.

Gleichfalls sind die Essgewohnheiten eine nähere Betrachtung wert. Damit erfolgt die Rückkehr zu der anfangs aufgeworfenen Behauptung, Pickel um den Mund stehen in Verbindung mit dem Darm. Häufig ist dies bei einer trägen Verdauung der Fall. Wird zu viel Zucker zu sich genommen? Mangelt es den bevorzugten Lebensmitteln an Ballaststoffen? Wird zu wenig Flüssigkeit aufgenommen? Stress gilt weiterhin als Auslöser von Pickeln um den Mund. Oft besteht ein Zusammenhang zwischen Stress und ungesunder Ernährung.

Verstopfung auf natürliche Art begegnen

Eine schnelle Art zur Entleerung des Darms ist die Verwendung von Abführmitteln. Erleichterung bringt dies aber nur für den Moment und die Pickel um den Mund zeigen sich davon wenig beeindruckt. Es wird sich daher nicht vermeiden lassen, über eine Änderung der Lebensgewohnheiten nachzudenken. Ein guter Anfang ist das Trinken von mindestens 2 Liter Wasser täglich. Vielleicht kann das kommende Wochenende für eine Schönheitskur genutzt werden? Viel schlafen, viel trinken und viel Obst und Gemüse essen dürfte schon nach dieser kurzen Zeit zu einer Verbesserung des Hautbilds führen. Dann heißt es nur noch dranbleiben.

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