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Pickel über der Oberlippe

Pickel über der Oberlippe

Sie wachsen buchstäblich über Nacht. Am Abend war noch alles in Ordnung, am nächsten Morgen prangt plötzlich unübersehbar über der Oberlippe ein fetter Pickel, der obendrein äußerst schmerzhaft ist. Ein solcher Pickel ist kein normaler Pickel. Er bedarf daher einer besonderen Behandlung.

Ausdrücken der Pickel ist strengstens verboten!

Auch wenn es als einzige Lösung zu einer schnellen Beseitigung des unliebsamen Makels erscheint: Niemals sollte ein Oberlippenpickel ausgedrückt werden. Hier drohen verschiedentliche Gefahren für die Gesundheit. So wird beispielsweise beim Pickelausdrücken die Haut verletzt. Durch die zwar nur kleine Wunde können Erreger eindringen, die die Entzündung verschlimmern. Außerdem können sich die entzündeten Hautzellen weiter ausbreiten.

Ein wesentlich größeres Gesundheitsrisiko bergen Pickel zwischen Oberlippe und Stirn. Das ist der Bereich, in dem die Hirnvenen verlaufen. Werden beim Ausdrücken des Pickels durch das Quetschen die Venen verletzt, können Bakterien und Eiter hineingelangen. Im schlimmsten Falle kommt es in der Folge zu einer Blutvergiftung, einer Thrombose, einer Hirnhautentzündung oder sogar einem Schlaganfall.

Pickel über der Oberlippe sollten einem Arzt vorgestellt werden

Grundsätzlich raten Hautärzte bei Pickeln im Gesichtsbereich zu einer Vorstellung beim Arzt. Das ist vor allem anzuraten, wenn der Pickel geschwollen ist, schmerzt und offensichtlich mit Eiter gefüllt ist. Was oberflächlich zutage tritt, hat seinen Ursachen oft viel tiefer im Körper. Der Arzt wird zur Bekämpfung der Entzündung und zum Verhindern des Ausbreitens der entzündungsverursachenden Bakterien Salben und Antibiotika verordnen. Damit wird innerlich und äußerlich gegen die Ursachen der Pickel vorgegangen. Manchmal nimmt der Arzt auch eine Öffnung der betroffenen Hautstelle vor, um den Eiter abfließen zu lassen. Hat der Pickel seinen Ursprung in einem eingewachsenen Haar, wird diese Vorgehensweise zum Beispiel häufig praktiziert.

Vorbeugen ist besser als heilen!

Natürlich lässt sich ein Pickel nicht immer vermeiden, aber oftmals kann vorgebeugt werden. Eine gepflegte Haut bildet die Basis, um Pickeln keine Chance zu geben. Dafür wird die Haut morgens und abends mit auf den Hauttyp abgestimmten Produkten gereinigt und gepflegt. Die tägliche Pflege wird durch Peelings, Masken und Packungen ergänzt. Peelings und Masken reinigen die Haut, Packungen sorgen für eine Extra-Portion Nährstoffe.

Wichtig ist aber stets die Beachtung des jeweiligen Hauttyps. Ein Zuviel an Pflege kann sich nämlich schnell ins Gegenteil umkehren und zu noch mehr Hautunreinheiten führen. Bei der Bestimmung des Hauttyps helfen Hautärzte, Kosmetiker und Apotheker. Sie stehen ebenfalls bei der Zusammenstellung der Reinigungs- und Pflegeprodukte beratend zur Seite.

Soforthilfemaßnahmen bei einem Pickel an der Oberlippe

Bis zum Arzttermin vergehen in der Regel einige Tage. Solange muss aber nicht gewartet werden, um gegen den Pickel an oder über der Oberlippe vorzugehen. In Apotheken und Drogerien gibt es eine Vielzahl von hilfreichen Produkten. Bewährt haben sich:

  • Pickelstifte
  • Zinksalbe
  • antibakteriell wirkende Mittel mit Alkohol
  • Salicylsäure
  • Teebaumöl
  • Kamille
  • Die Anwendung spezieller Pickelstifte ist denkbar einfach. Mit ihnen wird die betroffene Stelle gemäß den Anwendungshinweisen mehrmals täglich betupft. Der gewählte Stift sollte dermatologisch getestet sein. Pickelstifte mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen sind oft sanfter zur Haut und reizen diese nicht zusätzlich.
  • Der Hauptwirkstoff von Zinksalbe ist Zink. Es reduziert die Produktion von Talg und fördert zugleich die Bildung von neuem Gewebe. Außerdem wirkt Zink entzündungshemmend und austrocknend.
  • Alkohol wird dagegen eine antibakterielle Wirkung zugesprochen. Mit ihm wird der Pickel mehrmals täglich abgetupft.
  • Antibakteriell und entzündungshemmend zugleich wirkt Salicylsäure. Diese gibt es in der Apotheke. Auch sie wird mehrmals täglich auf die betroffene Stelle aufgetupft. Milchsäure hat die gleiche Wirkung.
  • Sind die Hautzellen verhornt, löst Benzoylperoxid die Hornhaut auf und verhindert damit das Verstopfen der Poren.
  • Teebaumöl desinfiziert, wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Wundheilung und schont das Gewebe. Die betroffenen Stellen werden gleichfalls mehrmals täglich mit etwas Öl betupft.
  • Kamille ist ein altes Hausmittel, das entzündungshemmend, bakteriell und beruhigend auf die Haut wirkt. Zur Herstellung einer „Pickeltinktur“ wird lediglich ein Teebeutel Kamillentee benötigt. Daraus wird ein Kamillentee zubereitet, mit dem mehrmals täglich die betroffene Hautstelle betupft wird.

Auf die richtige Anwendung kommt es an!

Egal, welches Mittel gewählt wird, die richtige Anwendung trägt wesentlich zum Erfolg der Behandlung bei. Niemals sollte am Pickel gerieben werden. Auch sollte das Präparat keinesfalls mit den Finger aufgetragen werden. Bei Flüssigkeiten leistet ein Wattepad gute Dienste, mit dem die betroffene Stelle stets nur vorsichtig betupft wird. Als Alternative kommt ein sauberes Tempotaschentuch in Betracht. Salben können mit Hilfe eines Wattestäbchens auf den Pickel aufgebracht werden. Für jede Behandlung ist ein neues Pad, Tuch oder Stäbchen zu nehmen.

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