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Was hilft gegen Pickel tief unter der Haut?

Was hilft gegen Pickel tief unter der Haut?

Üblicherweise sind Pickel zwar ein unschöner, doch relativ schnell wieder verschwindender Schönheitsmakel. Doch manche von ihnen können einen über eine längere Zeit hinweg ganz schön ärgern. Pickel tief unter der Haut beispielsweise. Sie wollen einfach „nicht rauskommen“ und tun zudem oft höllisch weh.

Vom Aussehen her sind sie häufig angenehmer als die dicken, auf der Haut sitzenden und damit unübersehbaren Eiterpusteln. Unter der Haut sitzende Pickel sind meist eher zu fühlen als zu sehen. Dafür machen sie sich durch Schmerzen bei der kleinsten Berührung bemerkbar. Entwickelt sich dann noch eine Entzündung, wird der Pickel als rote Stelle an der Oberfläche sichtbar. Doch so weit muss es nicht kommen.

Besser nicht selbst Hand anlegen

Vielfach herrscht immer noch die Unsitte, Pickel mit Fingernägeln, Nadeln oder anderen Hilfsmitteln zu beseitigen. Das ist bereits bei auf der Haut liegenden Pickeln mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Pickel tief unter der Haut sind wesentlich schlechter erreichbar. Die Folge ist ein langwieriges Drücken und Pullen, welches die entzündete Stelle noch mehr reizt. Außerdem gelangen Bakterien in die Wunde, durch die sich die Entzündung weiter ausbreitet. Dies kann bis hin zu einem Abszess führen, der operativ entfernt werden muss. Das ist allerdings nicht die größte Gefahr.

Im schlimmsten Falle entwickelt sich eine lebensbedrohliche Blutvergiftung. Besonders bei Pickeln im Gesichtsbereich ist Vorsicht geboten. Zwischen Nase und Stirn verläuft die große Gesichtsvene. Wird diese beim Pickelausdrücken verletzt, können Bakterien aus dem Pickel in den Blutkreislauf gelangen – dies sollte unbedingt verhindert werden, aber ist bei „normalem Pickelausdrücken“ eher nicht der Fall.

Die gute Nachricht ist, dass Pickel tief unter der Haut in der Regel von selbst wieder verschwinden.

Wenn die Selbstheilungskräfte nicht ausreichen

Wer nicht warten möchte, beziehungsweise es aus Schmerzgründen oder auch optischen Gründen vielleicht auch gar nicht kann, sollte sich an einen Hautarzt wenden. Dieser wird entweder den Pickel fachgerecht entfernen oder geeignete Medikamente zur erfolgreichen Behandlung verschreiben. Man selber kann den Heilungsprozess durch eine regelmäßige Pflege unterstützen. Die Reinigung der Haut gehört zu den täglich anstehenden Hygienemaßnahmen. Morgens und abends leistet eine antibakterielle Seife gute Dienste. Mit ihr wird die Haut porentief gereinigt. Das lässt zum einen bestehende Entzündungen schneller abklingen, zum anderen wird das Entstehen neuer Pickel vermieden.

Nach der Reinigung wird eine Pflegecreme aufgetragen, die der Haut Feuchtigkeit spendet, aber kein Öl enthält. Öl verstopft die Poren und das begünstigt wiederum das Entstehen von Entzündungen.

Peeling und Masken als weiterführende Pflegemaßnahmen

Einmal pro Woche empfiehlt sich ein Peeling oder eine Maske als weiterführende Pflegemaßnahmen. Sie können fertig im Handel erworben oder aus Hausmitteln selbst hergestellt werden. Peelings und Masken reinigen die Haut ebenfalls porentief und befreien sie zugleich von abgestorbenen Hautzellen. Sie können auch gemeinsam beziehungsweise hintereinander verwendet werden. Mit dem Peeling wird die Haut erst gründlich gereinigt, danach sorgt die Maske für eine Extraportion Pflege und regt die Neubildung von Hautzellen an.

Masken eignen sich nicht nur zur Anwendung im Gesicht, sie können ebenfalls am Hals oder dem Dekolleté Verwendung finden. Peelings sind sogar am ganzen Körper verwendbar. Für eine bessere Wirkung von Reinigungs- und Pflegeprodukten kann vor der Behandlung auch ein Dampfbad gemacht werden. Zusätze sind nicht unbedingt erforderlich. Der Dampf öffnet die Poren und vereinfacht so die Reinigung der Haut sowie die Aufnahme von Pflegestoffen.

Entzündungen einfach aus der Haut „herausziehen“

Ein anderes Rezept zur Beseitigung von Pickeln tief unter der Haut ist die Verwendung einer sogenannten Zugsalbe. Sie ist in verschiedenen Ausführungen freiverkäuflich oder verschreibungspflichtig in Apotheken erhältlich. Der Name Zugsalbe stammt daher, weil die Inhaltsstoffe entzündungsverursachende Flüssigkeiten aus den betroffenen Stellen „herausziehen“, ohne die Haut dabei zu verletzen. Außerdem wirkt die Salbe austrocknend und entzündungshemmend.

Die richtige Anwendung ist bei diesen Salben der Schlüssel zum Erfolg. Daher sollte vorher der Apotheker oder der Arzt danach gefragt werden. Manche Salben werden lediglich auf die betroffene Stelle aufgetragen, andere benötigen für die Entfaltung der gewünschten Wirkung ein Pflaster darüber. Welche Salbe in Frage kommt, können der Apotheker oder der Arzt am besten entscheiden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Pickel tief unter der Haut

Bei Pickeln tief unter der Haut ist vorbeugen besser als heilen. Neigt die Haut zu Unreinheiten und treten Pickel unter der Haut häufiger auf, hilft das Überdenken der Lebensweise. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern am Tag wirken sich positiv auf das Hautbild aus. Drogen, Alkohol und Nikotin ziehen dagegen negative Auswirkungen nach sich.

Gleiches gilt bei übermäßigem Genuss von Zucker. Täglich sollte eine gründliche und porentiefe Reinigung der Haut erfolgen. Peelings und Masken sind gleichfalls wesentlicher Bestandteil der Hautpflege. Stellt sich keine Besserung ein, ist der Gang zum Hautarzt anzuraten.

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