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Pickel am Rücken

Pickel am Rücken

Die menschliche Haut ist weit mehr als eine einfache Hülle, die unser Skelett, unsere inneren Organe und unsere Muskulatur umschließt. Es handelt sich bei ihr vielmehr selbst um ein komplexes Organ, das mannigfaltige Funktionen zu erfüllen hat. Sie dient der Thermoregulation, was bedeutet, dass sie daran beteiligt ist, unsere Körpertemperatur möglichst konstant zu halten. Insbesondere, wenn uns zu warm wird, führt sie eine Kühlung herbei, indem über ein bestimmtes Porensystem Schweiß ausgeschieden wird. Zu einem deutlich geringeren Teil trägt sie auch zur Isolierung bei, wenn wir zu starker Kälteeinwirkung ausgesetzt sind. Dies funktioniert beim Menschen jedoch recht ineffizient, da uns das zusätzlich schützende Fell durch Evolution abhanden gekommen ist. Die Haut stellt außerdem eine mechanische Barriere dar. Dies bedeutet, dass das hochempfindliche Körperinnere generell vor dem Eindringen äußerlicher Faktoren geschützt wird. So ist sie in Zusammenwirkung mit den darunterliegenden Fettpolstern und der Skelettmuskulatur dazu befähigt, Verletzungen durch Stürze oder Gewalteinwirkung abzuweisen oder zumindest hinsichtlich der Folgen zu mildern.

Sie schützt jedoch insbesondere auch vor unerwünschten Eindringlingen. Dies betrifft nicht nur Parasiten, sondern auch sogenannte Pathogene, also krankmachende Keime. Zu ihnen gehören Pilz-, Viren- und Bakterieninfektionen. Um vor diesen wirklich wirksamen Schutz bieten zu können, genügt die rein mechanische Barriere jedoch nicht. Denn Mikroorganismen sind in der Lage, die Haut äußerlich attackieren, Entzündungen hervorrufen, die sich zu Wunden ausweiten und dadurch einen Zugang ins Körperinnere ermöglichen können. Dies verhindern verschiedene Ausscheidungen der Haut, die überz um Teil komplex aufgebaute Drüsensysteme abgesondert werden.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Schweiß- und Talgdrüsen. Auf eine der biologischen Funktionen des Schweißes ist ja bereits eingegangen worden. Darüberhinaus jedoch enthalten unsere Schweißsekrete Stoffe, die dazu beitragen, den Säureschutzmantel der Haut auszubilden. Dieser umschließt die Hautoberfläche des gesamten Körpers, hält dort einen bestimmten pH-Wert aufrecht, der in Zusammenwirkung mit den Talgdrüsensekreten die Aufgabe hat, den Befall durch schädliche Mikroorganismen durch ein für sie ungünstiges Milieu abzuwehren.

Talgdrüsen befinden sich hauptsächlich dort, wo auch Körperhaare angesiedelt sind. Sie bilden mit einem Haar und der dazugehörigen Wurzel ein zusammenhängendes Organ. Neben der Beteiligung an dem Schutzmantel der Haut haben die fetthaltigen Absonderungen die Aufgabe, Hautoberfläche und Behaarung in geschmeidigem Zustand zu erhalten. Diese Drüsen bilden meist die Basis für Pickel, die häufig im Gesicht, am Rücken, im Bereich des Gesäßes und an Schultern und Oberarmen auftreten können. Im Detail haben diese kleinen Entzündungsherde jedoch recht unterschiedliche Ursachen. Die typische Erscheinungsform wird dabei meist als Akne bezeichnet. Allerdings muss man wissen, dass auch dieser Fachbegriff eine gewisse Bandbreite an pathologischen Erscheinungen umfasst.

Oft führt ein äußerer Reiz dazu, dass eine Porenöffnung, meist der Tagdrüsen, verstopft wird. In der Umgangssprache ist dann von Mitessern die Rede. Diese bieten nicht selten einen geeigneten Nährboden für bakterielle Entzündungen. Es entstehen so rötliche Pusteln, die man als Pickel bezeichnen kann. Natürlich empfinden die meisten Menschen solche Entzündungen als störenden Schönheitsmakel, insbesondere, wenn das Gesicht betroffen ist. Es kommt jedoch noch ein weiterer unangenehmer Aspekt hinzu, der auf eine zusätzliche Funktion der menschlichen Haut zurückzuführen ist, die bislang noch keine Erwähnung fand. Schmerzsensoren melden dem Gehirn, dass es ein Problem gibt. Im Falle entzündlicher Pickel neben wir dies meist als Druckschmerz oder unangenehmes Jucken wahr.

Eine besonders große Angriffsfläche für die Pickelentstehung ist der Rücken. Auch er besitzt in beiden Geschlechtern eine meist feine und kaum sichtbare Behaarung. Generell stark behaarte Männer neigen sogar oft zu einer entsprechend ausgeprägten Rückenbehaarung. Die dort ansässigen Talgdrüsen entzünden sich leicht und treten dann dadurch unangenehm in Erscheinung, dass die Ausgangsstellen des Juckreizes nur schwer erreichbar sind. Pickel am Rücken können wiederum unterschiedliche Ursachen haben. In der Regel handelt es sich um Störungen des Hautstoffwechsels. So können größere Schwankungen von Hormonkonzentrationen unter anderem für Pickel am Rücken verantwortlich sein.

Typische Zeiträume, in denen auf diese Weise Pusteln erzeugt werden, sind die Pubertät und Phasen besonderer sportlicher Aktivität, insbesondere, wenn zusätzlich zur Vergrößerung der Muskelmasse Hormonpräparate eingenommen werden. Doch Stoffwechselstörungen, die Pickel am Rücken hervorbringen, können auch andere Ursachen haben. Einseitige Ernährung, Vitaminmangel und dauerhafte Aufenthalte bei schlechter Umgebungsluft fördern häufig die Ausbildung der Pickel am Rücken. Doch auch allergische Reaktionen sind nicht selten Auslöser der unerwünschten Pusteln.

Da der menschliche Rücken meist durch Kleidung bedeckt ist, fördert das Mikroklima, das zwischen Oberbekleidung und Haut entsteht, manchmal Hautirritationen, die Entzündungen der Drüsenausgänge hervorrufen.
Pickel am Rücken müssen daher nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen werden, sondern können durch Umstellung der Lebensweise häufig erfolgreich bekämpft werden.

Wie bekämpft man Pickel am Rücken am besten?

Die Basis für eine gesunde Haut kann häufig durch eine bewusstere Ernährung gelegt werden. Pickel am Rücken werden dadurch häufig dauerhaft vermindert. Es empfiehlt sich, auf zu cholesterinreiche Kost zu verzichten. Außerdem sollten die Mahlzeiten in regelmäßigen Abständen zueinander eingenommen werden. Dabei ist darauf zu achten, genügend Vitamine mit der Nahrung aufzunehmen. So sind A- und B- Vitamine für eine gesunde Funktion des Hautstoffwechsels unverzichtbar. Wer sich zu einseitig ernährt, sollte diese Zusatzstoffe auf künstlich erzeugter Basis zu sich nehmen. Zahlreiche Vitaminpräparate können beispielsweise in Drogerie-Märkten erworben werden. Häufig handelt es sich dabei um Kombinationen verschiedener Wirkstoffe, denen auch wichtige Spurenelemente wie Biotin oder Histidin beigemengt wurden.

So können Pickel am Rücken häufig erfolgreich beseitigt werden. Bei der Verwendung von Vitaminprodukten ist jedoch darauf zu achten, diese richtig zu dosieren. Die dazu gehörigen Gebrauchsanweisungen geben Richtlinien vor, der Konsument muss jedoch zusätzlich vorsichtig erforschen, welche Präparate der eigene Körper verträgt und welche nicht. Verdauungsstörungen, die durch falsche Dosierungen von Vitaminprodukten hervorgerufen werden, können Pickel am Rücken im schlimmsten Falle sogar fördern. Doch auch allgemeine Allergien, die zum Beispiel durch Hausstaubmilben oder Pflanzenpollen hervorgerufen werden, sind mitunter für die Entstehung der Pickel am Rücken verantwortlich. Desensibilisierungen, die Hautärzte auf Wunsch durchführen, sind manchmal hilfreich, um diese Empfindlichkeiten für bestimmte Allergene abzumildern. Jedoch sind Hautpartien, die meist durch Kleidung bedeckt werden, zusätzlich für Kontaktallergien empfänglich. In diesem Falle muss festgestellt werden, um welche allergen wirkenden Substanzen in der Kleidung es sich handelt. Betreffende Hemden oder Pullover sollten dann nach Möglichkeit nicht mehr aufgetragen werden.

Pickel am Rücken können außerdem die Folge regelmäßiger starker Schweißausbrüche sein, die häufig mit intensiven sportlichen Betätigungen einhergehen. In solchen Fällen sollte darauf geachtet werden, die sportliche Belastung jeweils langsam und kontrolliert einzuleiten. Um einen günstigen pH-Wert an der Hautoberfläche aufrecht zu erhalten, der ja dazu dient, Entzündungen abzuwehren, können zusätzlich entsprechende Cremes zur Anwendung gelangen. Beim Kauf eines Duschgels sollte überprüft werden, dass das Siegel „pH-hautneutral“ aufgedruckt ist. Denn häufiges Waschen unter Verwendung ungeeigneter Reinigungsmittel stört den Schutzmantel der Haut und kann daher die Entstehung der Pickel am Rücken begünstigen.

Abschließend sei darauf verwiesen, dass man besonders unangenehme Pickel auch im Nachhinein bekämpfen sollte, um das Allgemeinbefinden zu verbessern. Eine lokale Behandlung besteht beispielsweise in der Verwendung antibakterieller Pickelstifte, die zugleich desinfizieren und den Entzündungsherd austrocknen. Zur erfolgreichen Bekämpfung der Pickel am Rücken auf diese Weise ist eventuell die Hilfestellung einer anderen Person des Vertrauens notwendig, da auch sehr bewegliche Menschen bestimmte Areale des eigenen Rückens alleine nur schwer erreichen können. Pickel am Rücken können sich übrigens auch ohne besondere Veränderungen in der Lebensweise des Betroffenen dauerhaft zurückbilden, zum Beispiel dann, wenn die hormonellen Umstellungen des Körpers während der Pubertät die vorwiegende Ursache darstellten.

女性の背中 © sakai2132000 – Fotolia

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