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Pickel im Ohr

Pickel im Ohr

Gesicht, Rücken, Dekolleté – je nach Veranlagung und Lebensalter können sich unschöne Pickel und Pusteln an den unterschiedlichsten Körperteilen ausbreiten. Aber ein Pickel gar im Ohr? Das kommt nicht sehr häufig vor, ist jedoch sehr unangenehm. Dies gilt vor allem dann, wenn der Pickel sehr tief im Gehörgang sitzt und eine Behandlung deswegen schwierig ist. Doch wie entsteht eine Pustel am Ohr überhaupt? Zunächst lohnt sich deswegen ein Blick auf die Ursachen, um den Anfängen möglichst zu wehren.

Wer ist betroffen?

Headsets, Telefonhörer, Kopfhörer – Menschen, die viel mit solchen Gerätschaften arbeiten, klagen häufigerSelten, aber unangenehm – Pickel im Ohr. Gesicht, Rücken, Dekolleté – je nach Veranlagung und Lebensalter können sich unschöne Pickel und Pusteln an den unterschiedlichsten Körperteilen ausbreiten. Aber ein Pickel gar im Ohr? Das kommt nicht sehr häufig vor, ist jedoch sehr unangenehm und kann auch schmerzen. Dies gilt vor allem dann, wenn der Pickel sehr tief im Gehörgang sitzt und eine Behandlung deswegen schwierig ist. Doch wie entsteht eine Pustel am Ohr überhaupt? Um diese Frage zu klären, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Ursachen, um den Anfängen möglichst zu wehren:

Wer ist betroffen?

Headsets, Telefonhörer, Kopfhörer – Menschen, die viel mit solchen Gerätschaften arbeiten, klagen häufiger als andere über Pickel im Ohr. Der Grund ist ein ganz einfacher: Auf solchen Oberflächen tummeln sich gerne Bakterien, die durch den ständigen Kontakt auf das Ohr übergehen und dort entzündliche Prozesse in der Haut auslösen können – dann entsteht ein Pickel, wobei die spezielle Lage es erschwert, ihn zu behandeln. Wer also viel telefonieren muss oder häufig mit Kopfhörern arbeitet, sollte darauf achten, die betroffenen Oberflächen regelmäßig mit geeigneten Mitteln zu desinfizieren. Damit wäre eine der wichtigsten Ansteckungsquellen bereits ausgeschaltet.

Ein anderer häufiger Grund für Pickel an den Ohren ist die Tatsache, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes unsere Finger überall haben. Wir fassen im Laufe des Tages die unterschiedlichsten Dinge an, fassen uns dann regelmäßig ins Gesicht und eben hin und wieder auch ans Ohr. Auch dadurch können viele Bakterien und Keime übertragen werden. Ein Schutz hiergegen ist regelmäßiges Händewaschen und natürlich sollte man vermeiden, sich zu häufig ins Gesicht oder an die Ohren zu greifen. Um einen Pickel im Ohr zu umgehen, ist es selbstredend auch hilfreich, Ohrläppchen, Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang regelmäßig sanft zu reinigen.

Haben Babys einen Pickel im Ohr, sollte man zunächst ausschließen, ob es sich nicht um die ganz normale, harmlose Baby-Akne handelt. Diese Pickel sind rote Pusteln mit einer gelben Spitze. Im letzten Schwangerschaftsdrittel produziert die Mutter nämlich spezielle Hormone, die wichtig sind für die Entwicklung des Babys. Diese Hormone besetzen allerdings später in den ersten Lebenswochen die Talgdrüsen und werden über sie ausgeschieden. Auf diese Art entsteht Baby-Akne, die bei Jungen etwas häufiger vorkommt als bei Mädchen. Bei einem Pickel im Ohr sollte man aber auf jeden Fall einen Kinderarzt aufsuchen, da die Pustel sehr schmerzhaft sein und das Kind quälen kann. Zarte Babyhaut ist außerdem noch weniger für grobe Eingriffe wie das Ausdrücken von Pickeln geeignet als erwachsene Haut und deswegen sollte hier der Fachmann Hand anlegen.

Pickel im Ohr – Was tun dagegen?

Ist der Pickel im Ohr erst mal da, dann geht es natürlich darum, ihn am besten und am schnellsten wieder loszuwerden – und zwar ohne das Gewebe zu schädigen. Befindet sich die Pustel am Ohrläppchen, in der Ohrmuschel oder am äußeren Gehörgang kann man mit ganz einfachen Hausmitteln wie Kamille und Teebaumöl arbeiten. Selbstverständlich gibt es auch viele Anti-Pickel-Produkte zu kaufen. Kamille und Teebaumöl zum Beispiel sind aber natürliche Hausmittel, die nachweislich desinfizierend, beruhigend und entzündungshemmend wirken. Vor allem Teebaumöl hat sich bei der Behandlung von Pickeln sehr bewährt. Dabei betupft man die betroffene Partie einfach öfter mit ein paar Tropfen, bis die Stelle abgeheilt ist.

Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass man an einem Pickel im Ohr nicht mit Gewalt herumdrücken sollte (dies ist übrigens auch an anderen Körperstellen nicht empfehlenswert, weil Gewebe geschädigt werden kann und so möglicherweise Narben bleiben). Unter Umständen wird die Entzündung dann nämlich größer statt kleiner. Die Pustel sollte hingegen nur dann ausgedrückt werden, wenn sie wirklich reif ist. Man nehme dann weiches hygienisches Material wie ein Taschentuch oder einen Wattebausch und drücke den Pickel sanft auf. Den abfließenden Eiter nimmt man sorgfältig auf. Danach wird die Stelle mehrmals mit einem desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkstoff betupft. Obwohl Zahnpasta als ein Geheimtipp gegen Pickel gilt, sollte man diese vermeiden. Durch Zahnpaste trocknet nämlich nur die oberste Schicht eines Pickels aus, während sich darunter weiter Eiter bildet. Die Pustel kann somit nicht abheilen.

Schwierig wird es, wenn sich der Pickel im Ohr direkt tief im Gehörgang bildet. Zum einen ist es durch die Lage diffizil, eine solche Pustel selbst zu behandeln, zum anderen kann sie sich öffnen und der Eiter fließt dann ungehemmt in den Gehörgang. In einem solchen Falle sollte man deswegen unbedingt den Gang zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt antreten, der bessere Mittel hat, um dem unerwünschten Eindringlich zu Leibe zu rücken. Dies ist vor allem dann angezeigt, wenn auch noch Kopf- oder Kieferschmerzen auftreten. Die Ursache hierfür kann dann nur der Fachmann herausfinden. Hat sich ein Pickel im Ohr, der im Gehörgang tief drinsitzt, bereits geöffnet, sollte man sich schleunigst auf den Weg machen.

Pickel im Ohr vermeiden

Hygiene, kein grobes Herumdrücken an betroffenen Stellen, regelmäßiges Reinigen von verdächtigen Oberflächen – mit solchen Vorkehrmaßnahmen kann man schon viel tun, um lästige Pickel im Ohr zu vermeiden. Einen weiteren besonderen Tipp haben Hals-Nasen-Ohren-Ärzte parat: Sie empfehlen, hin und wieder einfach ein oder zwei Tropfen Olivenöl in den Gehörgang zu geben. Dadurch wird dieser geschmeidiger und der reinigende Schmalz, der eine natürliche Schmierfunktion hat, kann besser abließen. Auch mit diesem einfachen Mittel kann einem ein Pickel im Ohr unter Umständen erspart bleiben. Wenig empfehlenswert sind hingegen Wattestäbchen. Sie drücken den Ohrschmalz nur tiefer rein und der Gehörgang bleibt zu sauber und zu trocken zurück. Auch dies ist eine willkommene Angriffsfläche für Bakterien und Keime. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sind von Wattestäbchen daher überhaupt nicht begeistert. Schmalz fließt normalerweise von selbst ab und kann dann am äußeren Gehörgang abgetragen werden. Bildet sich im Ohr ein Schmalzpfropf, dann sind Wattestäbchen auch nicht das richtige Mittel. Der Arzt hingegen löst diesen mit einer Wasserpistole auf, was ein völlig schmerzfreier Vorgang ist.

Treten Pickel im Ohr häufiger auf, dann sollte man ebenfalls den Hals-Nasen-Ohren-Arzt konsultieren, damit dieser herausfindet, welche Ursache sich dahinter wirklich verbirgt und ob es sich überhaupt nur um einfache Pickel im Ohr handelt. Ansonsten sind die genannten Vorbeugemaßnahmen meist bereits gut geeignet, um das Problem zu vermeiden. Denn mal ganz ehrlich: Wer von uns will schon ausgerechnet einen schmerzhaften Pickel im Ohr haben?

Ear © Piotr Marcinski – Fotolia

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