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Pickel durch Milch

Pickel durch Milch

Milchprodukte fördern grundsätzlich Akne

Dass der häufige Verzehr von Schokolade Auswirkungen auf die Akne haben würde, galt lange Zeit als Legende, auch wenn immer wieder Jugendliche berichteten, dass eine Ernährungsumstellung zu einer Verminderung ihrer Pickel geführt habe. Wissenschaftliche Erkenntnisse ändern sich durch neue Studien – oder auch durch die Neubewertung vorhandener Untersuchungen – immer wieder. Dass hormonelle Einflüsse den Hauptgrund für die Entstehung der Akne in der Pubertät darstellen, ist unbestritten.

Den zusätzlichen Einfluss der Ernährung weisen in den letzten Jahren durchgeführte Studien vermehrt nach. Dabei ist offenbar weniger die Schokolade als vielmehr die in dieser enthaltenen Milch für die Bildung der Akne mitverantwortlich. So sind auch andere Produkte wie beispielsweise Joghurt, Butter & Co, die einen hohen Anteil an Milch enthalten, oftmals Akne fördernd.

Studien über die Auswirkung des Milchkonsums auf die Akne

Zwei groß angelegte Studien untersuchten den Einfluss des Milchkonsums auf die Akne bei 4.273 Jungen beziehungsweise bei 6.094 Mädchen zwischen neun und fünfzehn Jahren. In beiden Fällen stellten die Forscher fest, dass der regelmäßige Milchkonsum das Auftreten der Akne und ihre Stärke begünstigt. Die Unterschiede waren besonders signifikant zwischen den Jugendlichen, die zweimal am Tag oder häufig Milch tranken und den Studienteilnehmern mit einem Milchkonsum von nicht mehr als einmal wöchentlich.

Unterschiede zwischen dem Genuss von Vollmilch, haltbarer Milch oder Milchprodukten wie Joghurt, Milch Eis oder Schokolade waren in beiden wissenschaftlichen Studien nicht festzustellen. Dass bei Schokoladenprodukten die enthaltene Milch und nicht die Süßigkeit an sich für die Begünstigung der Akne verantwortlich ist, ergibt sich aus einer weiteren australischen Studie. Bei dieser nahm eine Gruppe proteinreiche Mahlzeiten wie Milch und Eier mit niedrigem Glykämischen Index zu sich, während sich die Mitglieder der Kontrollgruppe überwiegend mit Kohlenhydraten ernährten. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass der niedrige Glykämische Index zu einer verstärkten Akne-Bildung führte, während ein hohes Maß an Kohlenhydraten in der Nahrung mit der entgegengesetzten Wirkung verbunden war. Somit sind offensichtlich nicht Süßigkeiten, sondern ein hohes Vorkommen von Eiweißen in der Nahrung für die Akne Bildung mitverantwortlich.

Unser Tipp: viele Kohlenhydrate essen und Eiweiße bei akuten Akne Problemen meiden

Was bedeutet die Studie für Jugendliche und ihre Ernährung?

Der Verzicht auf Milch verringert die Wahrscheinlichkeit der Akne-Bildung bzw. bewirkt in der Regel einen schwächeren Verlauf. Wer viele Pickel und Mitesser bemerkt, sollte vorübergehend auf Milchprodukte verzichten oder diese stark reduzieren (je nach Möglichkeit). Da Kohlenhydrate nicht für die Entstehung beziehungsweise Verschlimmerung der Akne verantwortlich sind, spricht nichts gegen den Ersatz der Milchschokolade durch Sojaprodukte. Die Hauptursachen für Akne bestehen in der erhöhten körpereigenen Produktion von Hornzellen in Talgdrüsen und im Vorhandensein des Bakteriums Propionibacterium acnes im Körper. Somit kann der Verzicht auf Milch und Milchprodukte den Verlauf der Akne mildern, ihre Entstehung alleine aber nicht komplett verhindern.

Eltern sehen den Nichtgenuss von Milchprodukten während der Pubertät häufig als problematisch an, da Calcium für das Knochenwachstum unverzichtbar ist. Diese Annahme ist prinzipiell richtig, die Calciumzufuhr lässt sich aber auch durch den Verzehr von Eiern und durch das Essen von Gemüsesorten mit hohem Calcium-Anteil sicherstellen. Optimal ist zusätzlich das Trinken von Mineralwasser mit überdurchschnittlich hohem Calciumgehalt.

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