Blog

Eiterpickel | Entstehung, Ursachen, Behandlung

Eiterpickel | Entstehung, Ursachen, Behandlung

Eiterpickel: Ihre Entstehung

Generell entstehen Eiterpickel dadurch, dass die Talgdrüsen in der Haut einen Überschuss an Talg produzieren. Dieser kann durch die Drüsen nicht schnell genug nach außen transportiert werden, so dass diese verstopfen und sich immer mehr mit Hornzellen und Talg füllen. Kommt es dann zu einer Infektion mit Bakterien, bildet sich gelblicher Eiter, der nach außen hin sichtbar wird.

An behaarten Körperstellen kann es durch winzig kleine Verletzungen der Haut wie etwa bei einer Rasur dazu kommen, dass Bakterien eindringen. Gelangen diese dann in tiefere Schichten der Haut, können sich ebenfalls Ansammlungen von Eiter bilden, die sich verkapseln. Diese werden auch als Abzesse bezeichnet. Wenn sich diese auf das umliegende Gewebe und die Talgdrüsen ausdehnen, spricht man von einem Furunkel.

Ebenfalls an behaarten Körperstellen kann es durch wiederholte Verletzungen wie bei regelmäßiger Rasur zu Entzündungen des Haarbalgs oder Haarfollikels kommen. Dabei bilden sich entzündete Pusteln oder Knoten rund um das Haar.
Auch die Schweißdrüsen können sich durch das Eindringen von Bakterien entzünden. Vor allem dort wo viele dieser Drüsen zu finden sind wie etwa unter den Achseln, kommt es häufiger zu derartigen Entzündungen.

Eiterpickel: Die Ursachen

Die Ursachen für Eiterpickel können sehr unterschiedlich sein und reichen von hormonellen Veränderungen wie zum Beispiel in der Pubertät oder im Rahmen des weiblichen Zkylus über genetische Veranlagung und Gewohnheiten wie Rauchen bis hin zu Immunschwäche oder Stress. Auch die Ernährung wird als Grund für das Entstehen von Eiterpickeln diskutiert. Je nach Region des Körpers, in der die Hauterscheinungen vermehrt auftreten und ob es sich dabei um Haut oder um Schleimhäute handelt, können auch bestimmte Erkrankungen oder Infektionen als Ursachen für das Entstehen von Eiterpickeln in Frage kommen.

Eiterpickel nach der Rasur können zum Beispiel auftreten, wenn die Haut durch die Rasierklinge verletzt wird und Bakterien durch die kleinen Wunden eingedrungen sind. In der Regel entzünden sich dann die Haarfollikel. Um solche Infektionen zu vermeiden sollte man beim Rasieren auf einige Dinge achten. Dazu gehört zunächst, dass sowohl die Haut als auch die Hände sauber sind, also mit Seife gewaschen, mit Rasierschaum eingeweicht oder unter Umständen auch mit einer desinfizierenden Lösung behandelt. Die verwendete Rasierklinge sollte auf jeden Fall scharf sein, da stumpfe Klingen eher dazu führen, dass Verletzungen der Haut auftreten. Nach der Rasur sollte man die Haut nicht noch zusätzlich durch Rasierwasser oder andere scharfe und austrocknende Produkte reizen, da sie ihren natürlichen Schutzfilm verlieren und noch anfälliger für Bakterien werden kann. Besser ist es, eine feuchtigkeitsspendende Lotion zu verwenden.

Wenn Eiterpickel nach dem Epilieren auftreten, handelt es sich sehr oft um eine Entzündung der Haarfollikel durch Bakterien, die in die Haut eingedrungen sind. Generell sollte man beim Epilieren darauf achten, dass die Haut sauber ist, ebenso wie die Hände und das Epiliergerät. Nach dem Epilieren kann es hilfreich sein, die Haut zu desinfizieren, vor allem wenn man schon öfter nach der Epilation Probleme mit Eiterpickeln hatte.

Eiterpickel: Die Behandlung

Die Behandlung von Eiterpickeln kann auf verschiedene Arten und Weisen erfolgen. Sie hängt auch davon ab, was die eigentliche Ursache der Eiterpickel ist. Handelt es sich um Mitesser oder Eiterpickel im Rahmen einer leichten Akne, sollte man zunächst mit entsprechenden Hautpflegemitteln gegen diese vorgehen. Dabei empfiehlt sich als erster Schritt eine Reinigung mit parfumfreien und pH neutralen Waschlotionen oder Seifen. Zu aggressive Waschgele oder Lotionen bewirken oft das Gegenteil dessen, was sie versprechen: sie trocknen die Haut aus und sorgen dafür, dass sich die Eiterpickel noch verschlimmern. Nach der Reinigung sind ölhaltige und fettige Cremes tabu, denn sie verstopfen die Poren der Haut. Bei trockener Haut sollte man daher besser auf Pflegecremes zurückgreifen, die auf Wasserbasis hergestellt sind. Dies gilt ebenfalls für Make-Up und Sonnenschutzcremes.

In manchen Fällen kann auch ein Gang zum Hautarzt nötig sein, der entsprechende Medikamente verschreibt. Mann sollte zum Beispiel einen Arzt aufsuchen, wenn sehr viele Eiterpickel vorhanden sind oder wenn diese trotz einer bereits länger dauernden Eigenbehandlung nicht besser werden. Auch wenn es zu einer Verschlimmerung der Eiterpickel kommt, sollte man die Meinung eines Arztes einholen.

In punkto Medikamente gibt es die Möglichkeit einer inneren und einer äußeren Behandlung. Bei der äußeren Behandlung handelt es sich in der Regel um spezielle Salben, Cremes oder Gele. Diese sorgen dafür, dass die Entzündung zurückgeht und sich nicht weiter ausbreitet. Dabei kann es sich um Antibiotika oder spezielle Säurepräparate handeln. Oft wird Vitamin A Säure verschrieben, die sowohl gegen das Verhornen der Talgdrüsen als auch gegen die Entzündung wirksam ist. Ebenfalls häufig verwendet werden Präparate mit Alpha Hydroxysäuren, welche die Poren der Haut öffnen.

Bei der inneren Behandlung verschreibt der Arzt Medikamente zum Einnehmen. Dabei kann es sich um spezielle Antibiotika, um Vitamin A Säure Präparate oder auch um Hormonpräparate handeln. Meist müssen diese Medikamente erst über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden, bis sich das Hautbild verbessert.

Eiterpickel ausdrücken und entfernen

Eiterpickel schnell loswerden will jeder, aber generell sollte man darauf verzichten, diese mit den Fingern auszudrücken, auch wenn die Versuchung manchmal groß ist. Durch das Ausdrücken kann es dazu kommen, dass die vorhandenen Bakterien nur noch tiefer in das Gewebe hineingedrückt werden und sich die Entzündung noch verschlimmert. Auch können zum Beispiel auf den Fingern vorhandene Erreger zusätzlich in die Haut gelangen und ebenfalls dazu führen, dass sich die Entzündung ausweitet.

Generell ist beim Auftreten von Eiterpickeln ein wenig Geduld gefragt, und selbst sollte man nicht auf die Idee kommen, diese in irgendeiner Form zu entfernen. In den meisten Fällen verschlimmert sich die Infektion durch solche Maßnahmen noch und letztendlich dauert es dadurch noch länger, bis die Hauterscheinungen verschwunden sind.

Wenn es sich dagegen nicht um normale Eiterpickel sondern bereits um Infektionen von tiefergelegenem Gewebe in Form von Abszessen oder Furunkeln handelt, müssen diese in manchen Fällen durch einen Arzt geöffnet werden, damit der Eiter abfließen kann. Dabei handelt es sich aber auch nicht um eine klassische Entfernung, sondern um eine Eröffnung mit dem Ziel, dass die Infektion abheilen kann.

Eiterpickel Hausmittel

Hausmittel gegen Eiterpickel gibt es einige, und sie haben den Vorteil, dass sie in vielen fällen günstiger sind als teure Produkte für die Hautpflege und zudem auf rein natürlichen Wirkstoffen beruhen. Typische und wirksame Hausmittel sind zum Beispiel Teebaumöl (antibakterielle Wirkung), Kamillentee (antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung), Heilerde (Förderung der Durchblutung, Reinigung), Zink (Desinfektion, Bremsen der Talgproduktion), Apfelessig (Desinfektion, Reinigung) oder Aloe Vera (feuchtigkeitsspendend, heilungsfördernd). Bei Anwendung dieser Hausmittel gegen Eiterpickel sollte man vor allem bei Teebaumöl und Aloe Vera darauf achten, ob man allergisch gegen diese ist und ob die Anwendung innerlich oder äußerlich erfolgen soll.

Eiterpickel und ihr Auftreten in verschiedenen Körperregionen

Unangenehm: Eiterpickel im Genitalbereich

Eiterpickel im Intimbereich der Frau, beispielsweise an den Schamlippe außen oder innen, aber auch im Intimbereich des Mannes wie an den Hoden sind sehr unangenehm, und viele Betroffene schämen sich dafür. Juckende Eiterpickel im Genitalbereich sind zudem auch noch lästig und können den Alltag beeinträchtigen. Dabei ist es generell bei Eiterpickeln im Genitalbereich besonders wichtig, dass man die Ursache kennt und eine richtige Behandlung durchführt. Es gibt verschiedene Ursachen für die Eiterpickel im Intimbereich, wobei das Rasieren relativ häufig ist. In solchen Fällen treten die lästigen Hauterscheinungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Rasur auf, oft entstehen auch mehrere kleine Pickel.

Weiterhin kann es sich auch um verstopfte und entzündete Talgdrüsen handeln, vor allem wenn einzelne, große Pickel auftreten. Nicht zuletzt können aber auch Geschlechtskrankheiten der Grund für Eiterpickel im Genitalbereich sein. Diese Erkrankungen können schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, weshalb man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen sollte, wenn ein derartiger Verdacht besteht.

Oft ein Tabu: Eiterpickel in der Analregion

Eiterpickel am After und an den Pobacken sind häufiger als gedacht, aber die meisten Betroffenen schämen sich ihrer unangenehmen Hauterscheinungen und leiden still vor sich hin. Wenn es sich um einzelne Eiterpickel am Po oder am After handelt, die nur einmalig oder selten auftreten, sind dies in der Regel harmlose Hauterscheinungen, die durch verstopfte Talgdrüsen verursacht werden. Die Auslöser für kleine Eiterpickel in dieser Region können vielfältig sein und reichen von Schwitzen, Reibung durch Kleidung, eingewachsenen Haaren und Unverträglichkeitsreaktionen auf Waschmittel bis hin zu Hormonschwankungen und Medikamenten. Zur Behandlung kann man Peelings und Zinksalben oder andere Hausmittel verwenden, außerdem sollte man auf eine gute Hygiene achten und nicht zu enge Kleidung tragen.

Handelt es sich bei den Eiterpickeln am After oder am Po jedoch um größere, hartnäckige und wiederholt auftretende Beschwerden, kann eine Acne inversa vorliegen. Diese Hauterkraung kann zur Bildung von Abszessen und Fisteln sowie Schäden am Gewebe führen. Die Erkrankung verläuft chronisch und betrifft allein in Deutschland mindestens 100.000 Menschen. Bei Verdacht auf eine Acne inversa ist eine professionelle medizinische Behandlung von großer Wichtigkeit.

Der Klassiker: Eiterpickel im Gesicht

Eiterpickel im Gesicht kennt eigentlich jeder, vor allem in der Zeit der Pubertät treten diese häufig auf. Man spricht auch von Akne, wobei es sich bei diesem Begriff um eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen der Talgdrüsen und der Haarfollikel in der Haut handelt. Typisch ist die Bildung von Pusteln oder Papeln, die oft auch Eiter enthalten.

Eiterpickel im Gesicht können schon bei Neugeborenen (Acne neonatorum) oder Kleinkindern (Acne infantum) auftreten, aber auch nach der Pubertät ab dem 25. Lebensjahr (Acne tarda). Am häufigsten finden sich die lästigen Eiterpickel im Gesicht aber in der Zeit der Pubertät, verursacht durch hormonelle Veränderungen. Neben der Stirn sind auch Eiterpickel am Kinn sowie auf den Wangen und im Bereich der Nase typisch und häufig zu finden.

In leichten Fällen kann man Eiterpickel im Gesicht selbst durch Hygiene und die Verwendung fett- und ölfreier Kosmetikprodukte sowie die Anwendung von Hausmitteln behandeln. Bei schwereren Fällen sollte man dagegen einen Arzt aufsuchen, der Medikamente sowohl für die äußere Anwendung als auch für die orale Einnahme verschreiben kann.

Eiterpickel an der Lippe sind besonders unangenehm für die Betroffenen, weil das Lippengewebe von sehr vielen Nerven durchzogen und deshalb sehr empfindlich ist. Hinzu kommt auch die ästhetische Beeinträchtigung durch Hauterscheinungen an dieser Stelle. Generell können Eiterpickel an der Lippe wie an anderen Stellen des Körpers auch durch eine übermäßige Produktion von Talg in der angrenzenden Haut verursacht werden, so dass die Drüsen verstopfen und sich Bakterien ansiedeln. Diese wiederum führen dann zu einer Infektion, in deren Verlauf sich Eiter bildet. Solche Art von Pickel gehen aber nicht direkt vom Lippengewebe aus, da dieses selbst keine Talgdrüsen besitzt.

Eiterpickel an der Lippe können aber auch durch Herpesviren verursacht werden, da es sich bei den Lippen um die häufigste Stelle am menschlichen Körper handelt, wo Herpesbläschen auftreten. Im Gegensatz zu klassischen Eiterpickeln handelt es sich beim Herpes um flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die im Verlauf aufplatzen und Krusten bilden. Oft tritt ein Herpes bei einem geschwächten Immunsystem auf, zum Beispiel im Anschluss an eine Erkältung oder auch bei Stress.

Eiterpickel auf dem Kopf

Die Kopfhaut kann von Eiterpickeln befallen sein, die meist aufgrund einer Entzündung der Haarfollikel auftreten. Es kann sich aber auch um eine Erkrankung handeln, so dass man bei einem größeren oder länger andauernden Befall der Kopfhaut einen Arzt aufsuchen sollte.

Ebenfalls betroffen: Mundbereich, Zunge und Mundschleimhaut

Eiterpickel an der Zunge und im Mundbereich bzw. am Zahnfleisch können sehr unangenehm und schmerzhaft sein. In manchen Fällen können die Betroffenen zum Beispiel nur schlecht essen oder haben Probleme beim Sprechen, je nachdem wo der Pickel sich befindet.

Dabei handelt es sich sehr oft um so genannte Aphthen, welche typischerweise die Mundschleimhäute oder die Zunge befallen. Aphthen sind Defekte in der Schleimhaut, die sich rötet, entzündet und in der Mitte einen weißen Hof bildet. Oft entstehen diese Schleimhautentzündungen in Regionen, die mechanisch beansprucht werden, wie zum Beispiel am Rand der Zunge oder in der Nähe der Eckzähne. Träger von Zahnspangen sind ebenfalls öfter von Aphthen betroffen. Es wird davon ausgegangen, dass diese unangenehmen Erscheinungen durch ein geschwächtes Immunsystem entstehen, etwa nach Erkrankungen. Aber auch nach der Einnahme von bestimmten Medikamenten, nach dem Verzehr spezieller Nahrungsmittel wie Nüssen oder Zitrusfrüchten sowie bei hormonellen Schwankungen oder bei Stress können sich vermehrt Apththen bilden.

Das kennt jeder: Infektion in Hals und Rachen

Eiterpickel im Rachen oder im Hals treten in den meisten Fällen zusammen mit Schmerzen beim Schlucken sowie einem rauen Gefühl im Hals auf. Manchmal fühlen sich die Betroffenen auch schlapp oder haben Fieber. Generell ist es in einem solchen Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da es sich um eine Rachenentzündung oder auch um eine Entzündung der Mandeln handeln kann. Diese können durch unterschiedliche Erreger ausgelöst werden. Bei einer durch Bakterien verursachten Entzündung, besonders wenn noch weitere Symptome wie Abgeschlagenheit oder Temperatur hinzukommen, ist die Gabe von Antibiotika mitunter nötig. Durch einen Abstrich an der betroffenen Stelle kann der Arzt herausfinden, welche Erreger die Ursache der Beschwerden sind. Mit der richtigen Behandlung sind die Betroffenen in den meisten Fällen anch einigen Tagen wieder frei von Symptomen.

Eher selten betroffen: Nase und Ohren

Eiterpickel in der Nase und Eiterpickel im Ohr sind lästig und oft schmerzhaft. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um harmlose Hauterscheinungen, die durch verstopfte und entzündete Talgdrüsen verursacht werden. Auch Entzündungen der Haarfollikel können die Ursache sein. Generell gilt auch hier, dass man es zunächst mit Hausmitteln, Kosmetika und Hygiene versuchen kann. Wenn sich die Pickel jedoch ausbreiten und nicht bessern, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Hauterscheinungen an den Beinen oder Armen

Eiterpickel zwischen den Beinen, an den Oberschenkeln oder auch am Knie sind Hauterscheinungen, die je nach Ursache mehr oder weniger häufig auftreten. Dies gilt ebenfalls für Eiterpickel am Arm oder unter den Achseln. Es kann sich dabei um klassich verstopfte und entzündete Talgdrüsen handeln, aber auch ernstere Infektionen der Haut, wie etwa bei der Acne inversa oder auch bei der Eiterflechte. Generell gilt, dass man zunächst durch eine gute Hygiene, nicht zu eng anliegende Kleidung und möglicherweise Behandlung mit Desinfektions- oder Hausmitteln versuchen kann, die lästigen Hauterscheinungen loszuwerden. Sobald sich diese jedoch ausbreiten oder wiederholt auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Bauch und Rücken: Talgdrüsen sind oft verantwortlich Eiterpickel am Rücken sind bei Akne relativ typisch, sie treten dann oft zahlreich auf und können hartnäckig sein. Es gelten die gleichen Behandlungsmethoden wie bei Eiterpickeln im Gesicht. Eiterpickel am Bauch sind seltener als am Rücken, da hier weniger Talgdrüsen zu finden sind und dementsprechend die Haut auch weniger fettig ist. Wenn es dennoch zur Ausbildung von Eiterpickeln am Bauch kommt, diese sich ausbreiten oder nicht verschwinden, sollte man einen Arzt konsultieren.

Der Augenbereich: Hier ist Vorsicht geboten

Eiterpickel im Auge sollte man allgemein nicht selbst behandeln, sondern einen Arzt aufsuchen. Infektionen des Auges können schnell unangenehme Folgen für das Sehen nach sich ziehen und erfordern medizinische Behandlung. Als Ursache sind zum Beispiel verstopfte Tränendrüsen oder eine Infektion im Bereich der Wimpern möglich. Eiterpickel am Augenlid sollte man ebenfalls sorgfältig beobachten und im Zweifel zeitnah einem Arzt vorstellen, da sich die Infektion ausweiten und auf das Auge übergreifen kann.

Besonders unangenehm: Eiterpickel unter der Haut

Eiterpickel unter der Haut sind besonders unangenehme und lästige Hautinfektionen, bei denen sich keine weißlich gelbe Eiterblase nach außen hin absondert sondern die Infektion sich innerhalb des Gewebes ausbreitet. Meist ist dies nach außen durch Schwellung oder Rötung spürbar, oft sind derartige Hauterscheinungen zudem sehr schmerzhaft.

Eine Erkrankung, bei der sich durch eine Entzündung der Talgdrüsen und der Haarfollikel die Infektion nach innen in das Gewebe ausbreitet, ist die so genannte Acne inversa. Diese tritt besonders bei Männern im Genitalbereich und bei Frauen eher im Bereich der Achseln auf und kann zu tiefen Geschwüren, Abszessen und Fisteln führen. Je nach Schweregrad werden drei verschiedene Stadien der Erkrankung unterschieden. Auch richtet sich die Behandlung nach der Ausbreitung der Infektion und reicht von der Gabe von Antibiotika bis hin zu operativen Eingriffen. Risikofaktoren für die Acne inversa sind Übergewicht, Rauchen, erhöhte Schweißproduktion, Stress, Diabetes mellitus und andere Autoimmunerkrankungen sowie hormonelle Störungen.

Eiterpickel beim Baby

Schon Babies können von Eiterpickeln betroffen sein. So haben ungefähr 20 Prozent aller Neugeborenen kleine rote Pusteln mit gelblich gefärbten Mitessern im Gesicht. Oft sind die Eltern darüber sehr erschrocken, an sich ist dieses Phänomen aber harmlos. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um die so genannte Neugeborenenakne (Acne neonatorum). diese tritt besonders auf den Wangen auf, in selteneren Fällen auch am Kinn oder auf der Stirn. Jungen sind deutlich häufiger von der Neugeborenenakne betroffen als Mädchen. Die Eiterpickel jucken nicht und hinterlassen keine Narben auf der Haut, so dass in der Regel keine besonderen Maßnahmen erforderlich sind. Die Eiterpickel treten in den meisten Fällen ungefähr in der dritten Lebenswoche auf und heilen nach einigen Wochen von selbst wieder ab. Über die Ursache für diese Hauterscheinungen sind sich Mediziner nicht ganz einig, vermutet wird eine Fehlfunktion der Talgdrüsen, verursacht durch einen Überschuss an männlichen Hormonen.

Eiterpickel beim Kleinkind

Wenn Eiterpickel bei einem Kleinkind auftreten, sollten Eltern im Zweifel immer den Kinderarzt aufsuchen. Oft handelt es sich um die so genannte Grind- oder Eiterflechte (Impetigo contagiosa), die durch Bakterien ausgelöst wird und sehr ansteckend ist. Vor allem in den Sommermonaten tritt diese Infektion gehäuft auf und betrifft vornehmlich Kleinkinder, sie kann aber in allen Altersgruppen vorkommen. Die Flechte kann am gesamten Körper vorkommen, am meisten sind jedoch die Region um den Mund und die Nase sowie die Arme und Beine betroffen. Als erstes rötet sich an den betroffenen Stellen die Haut, dann bilden sich im Anschluss Bläschen. Diese sind mit Flüssigkeit oder Eiter betroffen und können stark und unangenehm jucken. Nach einiger Zeit trocknen sie aus und es bilden sich bräunliche Krusten, die ebenfalls einen starken Juckreiz verursachen können. Manchmal sind auch in der Nähe gelegene Lymphknoten geschwollen, und es tritt leichtes Fieber auf. Wenn die Kinder die Bläschen aufkratzen, kann es dazu kommen, dass die Erreger sich auf weitere Regionen des Körpers ausbreiten, da sie mit der austretenden Flüssigkeit freigesetzt werden. Die Erreger werden durch Schmierinfektionen weitergegeben, weshalb die Gefahr einer Ansteckung in gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Krippen oder Schulen besonders hoch ist.

Die Behandlung der Erkrankung erfolgt in der Regel durch Medikamente, wobei antibiotische und desinfizierende Salben oder Lotionen zum Einsatz kommen. Wenn die Infektion relativ großflächig ist oder bereits in tiefere Hautschichten reicht, ist eine orale Gabe von Antibiotika als systemische Therapie nötig.
Eher selten tritt bei Kleinkindern die so genannte Acne infantum auf. Diese kann durch Stoffwechselprobleme oder auch durch hormonelle Störungen verursacht werden.

Pimple on human skin macro © Ocskay Bence – Fotolia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.